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WIE verstehen wir unsere Aufgabe?

 

Wann hat ihr Kind das letzte mal ohne technische Geräte gespielt? Das Privileg der Kindheit ist das zweckfreie Spiel. Spielen ist Lebensfreude und Lebenserfahrung. Der Ernst des Lebens kommt früh genug.

 

"Das spielende Kind übt sich, ohne dezidiert üben zu wollen.“ Dr. M.Schulze"

 

Ohne pädagogische Vorgaben oder gesteuerte Lernabsichten entdecke das Kind im realen, nichtdigitalen Raum, ganz individuell nach seiner Befindlichkeit, immer wieder neu, seinen Sinn für den Augenblick, für sein Spiel. Elementare Lockrufe wie z.B. der fließende Bach, das knisternde Feuer, der steile Berghang, das Blütenmeer oder das undurchdringliche Dickicht, das zu sägende Feuerholz oder eine Strickgabel mit Wolle im Gepäck - und vieles andere mehr fordern die Phantasie und Spielaktivität heraus. Für die Eigeninitiative ist der sinnvoll tätige (aber nicht fordernde) Erwachsene ein anregendes Vorbild.

 

 

Das jahreszeitliche Geschehen ist in der Natur unmittelbar erlebbar und kann durch das Feiern der christlichen Jahresfeste Vertiefung erfahren. Anders in den Arbeitsgruppen: Hier entscheidet sich das Kind halbjährlich nach Lust und Neigung, aber für das Schulhalbjahr verbindlich, für ein freudiges, angeleitetes Üben auf künstlerischem, handwerklichem, sportlichem oder auch therapeutischem Gebiet.

 

 

Wegweisend für unsere pädagogische Arbeit ist der Grundgedanke, dass die wichtigste Ressource für das Leben in der Zukunft die Sinnhaftigkeit ist. Nur wer den Dingen des Lebens beizeiten entsprechend seinem Alter einen Sinn abgewinnen kann, entwickelt Vertrauen und Sicherheit. Das Erleben sinnstiftender Zusammenhänge, der spielende Aufenthalt in der realen, natürlichen Welt, und nicht zuletzt die Gewissheit, dass Interesse, Verständnis und Anteilnahme unser Zusammensein prägen, sind die Kriterien, an denen wir die Qualität unserer Arbeit messen.